Herzlich Willkommen bei der evangelischen Kirchengemeinde

 Kirchl. Nachrichten

Ev. Pfarramt Pfarrer Hartmut Lemp Tel.: 06402 – 7109

In dringenden Fällen : mobil 0170- 1203772

Ev. Gemeindebüro im Gemeindehaus Am Bornweg 9 Tel.: 06402 – 7863

Gemeindesekretariat Sabine Zimmer und Inge Högy  E-mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Spendenkonten: Kirchengemeinde Villingen DE1251 3900 0000 9461 8703

Kirchengemeinde Nonnenroth: DE 6951 3900 0000 8137 9602


Do.06.12.:        17:00 Uhr Nikolausgottesdienst in der Nonnenröther Kirche

Der Weihnachtsmann ist eine Erfindung von Coca-Cola. Der Nikolaus war ein sozial engagierter Bischof in Myra, der bis heute in vielen Kirchen des Ostens verehrt wird. Seine Geschichten sind ein Kulturgut, welches wir pflegen wollen. Hierzu sind Kinder und Erwachsene herzlich eingeladen. In diesem Jahr hat der Bischof nicht nur den Bischofsstab und seine Mitra dabei, sondern erstmals ein echtes Segnungskreuz.       Im Anschluss gibt es für Kinder Punsch und für Erwachsene Glühwein. Natürlich singen wir auch die traditionellen Nikolauslieder …

                        14:30 Uhr Spielenachmittag für Erwachsene im Gemeindehaus Villingen

Sa.08.12.:         17:30 Uhr SternStunde in der Nonnenröther Kirche

„Singt fröhlich im Advent!“ Der Gesangverein Liederkranz wird im Wechsel mit             Texten und Lieder, die von der Orgel begleitet werden, in der illuminierten Kirche auf             Advent und Weihnachten einstimmen. Im Anschluss sind alle zu Punsch und Glühwein eingeladen.

So.09.12.:         17:00 Uhr SternStunde in der Villinger Kirche

Seit Jahren begeistert der Jugendchor Songlines am 2. Advent. In diesem Jahr wird das Konzert vom Fernsehen Hessischen Rundfunk aufgezeichnet und am Heiligen Abend gesendet. Auch in diesem Jahr ist der Eintritt kostenfrei. Am Ende wird um eine Spende für den Chor gebeten. Vor und nach dem Konzert sind alle Besucher zu heißen Getränken vor der Kirche eingeladen.

Mo.10.12.:        15:00Uhr Begegnungskaffee im Nonnenröther Gemeindehaus

                        Die Entstehungsgeschichte des weltweit bekanntesten Weihnachsliedes.

                        17: 15 Uhr Krippenspielprobe in der Nonnenröther Kirche

Di.11.12.:         10 bis 13 Uhr Gemeindebüro – Bornweg 9

                        15:00 Uhr Mini-Club im Gemeindehaus Villingen

                        15:00 Uhr Krippenspielprobe in der Villinger Kirche

Mi.12.12.         15:00 Uhr Begegnungskaffee im Villinger Gemeindehaus

                        Mit gebackenen, gesungenen und gelesenen Köstlichkeiten.

Am 3. Advent ist die SternStunde ‚Stille Stunde im Advent‘ mit Gesangverein Eintracht und Querbeet um 17:00 Uhr in der Villinger Kirche.


 

Do. 06.Dez.:       14:30 Uhr Spielenachmittag für Erwachsene im Gemeindehaus Villingen

                               17:00 Uhr Nikolausgottesdienst in der Nonnenröther Kirche

20181127 091513 1Wie in den vergangenen Jahren werden die eindrucksvollen Geschichten des Bischofs von Myra den Kindern und Erwachsenen erzählt. Neben Bischofsstab und Mitra hat in diesem Jahr der Bischof ein echtes Bischofkreuz (siehe Bild) dabei.         Anschließend verteilt der Nikolaus in der Kirche an alle Kinder, deren Eltern dies so organisiert haben, deren Geschenke. Die Eltern werden gebeten, die Geschenkpäckchen gut mit Vornamen und Namen ihres Kindes/ihrer Kinder beschriftet bis 16.30 Uhr in den Bollerwagen an der Leichenhalle zu legen. Vielen Dank. Im Anschluss werden Kinder und Erwachsene zu Punsch und Glühwein eingeladen.

Vorschau:

Der gemischte Chor singt am Samstag, den 8.12.um 17: 30 Uhr in der Kirche in Nonnenroth beim Singgottesdienst. Die Gemeinde und die Sänger würden sich freuen, wenn noch weitere Dorfbewohner, Jugendliche oder Kinder Solo oder in der Gruppe mit Gesang und/oder Musik zu einem besinnlichen Adventsamstag beitragen würden.
Wer sich beteiligen möchte, kann sich gerne beim (KV oder Gemeindebüro statt) Vorstand des Vereins melden.

 


 

Diamantenes Ehejubiläum bei Inge und Erhard Högy

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Ihr 60jähriges Ehejubiläum feierten im allerengsten Familienkreis am 15. November die ‚Vellinger Ehrenzwiwwel‘ Inge und Ehard Högy. Zu gerne hätte man die Feier im gewohnt größeren Rahmen abgehalten. Leider führten gesundheitliche Probleme des Jubilars dazu, dass dies abgesagt werden musste. Die Kirchengemeinde lässt es sich jedoch nicht nehmen – auch an dieser Stelle – dem Jubiläumspaar zu gratulieren und Gottes Segen zu wünschen. Seit über zwei Jahrzehnten versieht die ehemalige Schulsekretärin ehrenamtlich das Gemeinebüro für die Kirchengemeinden Villingen und Nonnenroth. An jedem Dienstag-Vormittag findet man sie im Evangelischen Gemeindebüro und auch innerhalb der Woche ist sie Ansprechpartnerin für alle Dinge rund um die Kirchengemeinden. Dass auch der Ehemann immer wieder Telefondienste tun muss und auf seine Inge – die ehrenamtlich unterwegs ist - verzichten muss, darf lobend und dankend erwähnt werden.   Die Kirchengemeinde bedankte sich und grüßte mit einem 50 cm großen, blühenden ‚Trauring‘.

 

Volkstrauertag – Gedenken in Nonnenroth und Villingen

Denkmal Villingen 1

Vor einem Jahrhundert endete der erste Weltkrieg. Daran wird in diesen Tagen vor allem auf europäischer Ebene in zahlreichen Veranstaltungen erinnert. Auch vor den Denk(!)-malen auf den Friedhöfen in Villingen und Nonnenroth. Bei beiden Gedenkveranstaltungen singen die gemischten Chöre des Gesangvereins. In Villingen spielt der Musikzug der FFW. Die Vereinsvertreter treffen sich um 10 Uhr 15 beim BGH. Feuerwehrkameraden halten Ehrenwache.

Der Erste Weltkrieg begann am 28. Juli 1914. Großmachtkonkurrenz und eine verfahrene Bündnislage waren nach dem Attentat von Sarajewo eskaliert. Was folgte, war ein bis dahin auch in seiner Grausamkeit und Dimension des Tötens ebenso unbekannter wie erbarmungsloser Stellungskrieg. Schützengräben zogen sich bald von der Nordsee durch Belgien und Frankreich bis zur Schweizer Grenze. Ganze Landstriche wurden verwüstet, von Granaten zerwühlt, durch Giftgas verseucht. Namen wie Verdun, Ypern oder die Somme stehen für ein bis dahin beispielloses Massensterben.

Dabei erschüttern vor allem die enormen menschlichen Verluste dieses Krieges. Es ist zugleich der Verlust des Glaubens an die Ideale von Fortschritt und Humanität, die das Erbe dieses Krieges bilden. Dies zeigt den „Großen Krieg“ erneut als die Initialzündung zur europäischen Tragödie des 20. Jahrhunderts, die in Mittel- und Osteuropa viel zu lange durch die Katastrophen des zweiten Weltkrieges verstellt blieb. Dies muss eigentlich für jeden deutschen bzw. europäischen Patrioten Grund genug sein, die Erinnerung daran wachzuhalten und den europäischen Friedensgedanken damit zu verknüpfen. Wir müssen uns erinnern! An einzelne Menschen. An das, was war. Wir müssen die richtigen Lehren daraus ziehen. … Die Geschichte ist offen – zum Guten, aber auch zum Schlechten.

Möge der Blick in die Geschichte immer wieder die Augen öffnen, sich für den Frieden einzusetzen. Dafür braucht es eine Erinnerungskultur - auch in unseren Dörfern und Städten. All jene, die sie missachten, wünschen wir, dass sie es nicht irgendwann sehr bereuen.

 

Warum trägt der Reformator Calvin mitten in Nonnenroth an der linken Hand eine Rolex?20181016 170255Konfis Calvin 1

Kein Theologe prägte das protestantische Christentum neben und nach Luther so tiefgreifend wie Johannes Calvin (1509-1564). Martin Luther hatte in den ersten Jahren nach 1517 eine überragende Bedeutung für den Fortgang der Reformation. Andere Reformatoren ließen sich von ihm inspirieren- in Wittenberg, Straßburg, Genf, Zürich und an vielen anderen Orten – bis nach Oberhessen. Johannes Calvin wurde neben Luther zu einer Hauptgestalt der Reformation, die dem Wittenberger an Bedeutung und Prägekraft nicht nachsteht. Daneben formierten sich radikalere Bewegungen, in deren Tradition einige der heutigen Freikirchen stehen. Landesfürsten und Stadträte, aber auch einfache Bürger und Bauern haben die Reformation gefördert. Netzwerke von Einzelnen und Gruppen, Männern und Frauen, machten den reformatorischen Aufbruch möglich, prägten ihn weit über Wittenberg hinaus und sicherten das Überleben der reformatorischen Bewegung. Die Reformation entwickelte sich in ihrer Vielgestaltigkeit zu einem europäischen Ereignis. Eine enorme internationale Wirkungskraft hat dann vor allem der reformierte Protestantismus entfaltet.

Deshalb steht Johannes Calvin über 3 Meter hoch, geschnitzt mitten in Nonnenroth. Bis heute sind die Gemeinden Villingen, Nonnenroth, Langsdorf, Bettenhausen nicht evangelisch lutherisch, sondern evangelisch reformiert. Manchmal hat man diese auch als Calvinisten bezeichnet. Calvin selber lehnte diese Bezeichnung ab. Der Nonnenröther Calvin wurde mit zwei Büchern skulptiert. Das eine Buch symbolisiert die Bibel, das andere symbolisiert die Wissenschaft. Calvin – und seine Anhänger – vertreten die Meinung, dass beide einander brauchen. Glaube braucht Wissen(schaft) und Wissenschaft braucht Glaube. Sie darf nicht alles, was möglich ist.

Außerdem wurde Calvin, bzw. seine Lehre, auch für eine hohe Prosperität von Wirtschaft ‚verantwortlich‘ gemacht. Kritiker sagen auch, dass er dem Kapitalismus besonderen Nährboden bereitet hat. Die einen machen seine Prädestinationslehre dafür verantwortlich. Andere bringen dies mit der erhöhten Bildung zusammen. Johannes Calvin verdankt man u.a. das Konzept der Pünktlichkeit. Im 16. Jahrhundert entwickelten die Protestanten in Genf ein originelles Zeitverständnis. Die Zeit wurde zuerst und vor allem als eine Beziehung zu Gott verstanden. Die frühen Protestanten glaubten, dass Gott die Seinen stets überwachte, und dass man am Ende der Zeit Rechenschaft über jede Minute ablegen müsse, wie Calvin es predigte. Das Konzept der Pünktlichkeit ging also nicht, wie manche meinen, aus technischen Innovationen hervor, sondern es war zuerst eine spirituelle, soziale und disziplinarische Tugend, die auf Calvin und die Genfer Protestanten zurückgeht. Unbestritten in der Forschung ist: Calvin ist der Urheber der Uhrenindustrie in der Schweiz. Auch das Bankgewerbe trägt seine Handschrift. Deshalb haben die Nonnenröther an Calvins linke Hand eine Rolex geschnitzt. Die Diskussion, die Max Weber hervorgerufen hat, wollen sie fortsetzen. So steht Calvin mitten im Dorf – am Lutherweg 1521. Eines ist sicher: Calvin war weder in Lich noch in Hungen. Seine Lehre prägt die Gemeinden der ehemals Solms-Braunfelser Grafschaft bis in die Gegenwart. Nonnenroth freut sich nunmehr seit zwei Jahren über Besucherinnen und Besucher aus aller Welt, die natürlich auch die Rolex an der linken Hand des Reformators schmunzelnd betrachten. Der Besuch der Konfirmanden bei dem Reformator mitten in Nonnenroth, fand eine Antwort auf die Frage nach der Rolex.


Di.06.11.:             10:00 bis 13:00 Uhr Gemeindebüro – Bornweg 9 Tel. 7863

                               15:00 Mini-Club Gemeindehaus Villingen

                               16:00 Uhr Anmeldung der Kinder in Villingen, die am diesjährigen Krippenspiel                                              teilnehmen möchten. Evangelisches Gemeindehaus.

Mi.07.11.:           15:00 Uhr Begegnungskaffee im Gemeindehaus Villingen

Do.08.11.:           08: 30 Uhr Pfarrkonvent im Villinger Gemeindehaus

Fr.09.11.              Geburtstagsfeier Villinger Dorfladen

               

Villinger Begegnungskaffee von tausend Kranichen überflogen

Eichköppel

Eigentlich wäre der Nachmittag bei der von der Gruppe Querbeet gespendeten Bankanlage schon ‚Geschenk ans Leben‘ genug gewesen: Herrlichstes Spätsommerwetter und ein wunderschöner Blick über das Bistum des Nonnenröther und Villinger Pfarrers. Sehr schnell weg waren die Fahrkarten zum Eichköppel, die wie immer von Inge Högy ehrenamtlich aus dem Gemeindebüro ausgegeben worden waren. Wie auch sonst bei den Nachmittagen des Begegnungskaffees gab es gespendeten Kuchen (Streusel, Apfel und Mohn)und den gewohnten bleifreien Kaffee. Aber kaum, dass die Gäste Platz genommen hatten, begann das ‚bestellte Spektakel‘ der ganz besonderen Weise. Schon von weitem hörte man die Kraniche, die sich den Eichköppel als Flugroute ausgesucht hatten. Dies ging zwei Stunden ohne Pause, was den Altbauer Paul Nürnberger am Ende der Veranstaltung veranlasste zu sagen, dass er ‚Vergleichbares in dieser Größenordnung in seinem langen Bauernleben nicht erlebt hätte‘. Erst dann verriet der Veranstalter, dass er dieses Naturerlebnis für die Villinger Senioren ganz persönlich ‚im Himmel bestellt hätte‘. Selbst die älteste Teilnehmerin mit 95 Jahren, die das Spektakel zwar nicht hörte, aber sah, war noch Tage später erfüllt von diesem Ereignis. Man verabredete sich, auch im kommenden Jahr 2019 wieder ‚Karten zu bestellen‘ und dem Eichköppel mit seinen Kranichen die Treue zu halten. Natürlich unter dem Vorbehalt, wie Reitschmidts Marga sagte: „So Gott will und wir leben!“. Der nächste Begegnungskaffee im Villinger Gemeindehaus ist am Mittwoch, 7. November um 15 Uhr. Vielleicht geht es dann weiter mit den herrlichen Bildern der Studienfahrt durchs Wilde Kirgistan. Hier kommen noch die Bilder von den Welt-Nomaden-Spielen: keine Kraniche aber dafür Steinadler und Falken und unzählige Pferde und Kamele. Besucherkarten braucht es keine, aber Anmeldungen nimmt Inge Högy (Tel. 2749) gerne entgegen (damit der Kuchen reicht…). Selbstverständlich ist – wie immer persönliche Abholung mit dem Gemeindebus möglich. Diese Anmeldungen übernimmt seit Jahren in großer Treue Ilse Diehl (Tel. 2417). Ab sofort sind bei ihr auch Anmeldungen für den Kranichzug 2019 auf dem Eichköppel möglich. Ob es im nächsten Jahr gelingt, als Abschluss der Fahrt zum Eichköppel noch das Eppelröder Börnchen zu besuchen …

Kraniche

 

 


 

Durchs wilde Kirgistan (II) – Besuch der Welt-Nomaden-SpieleKir101 1

Nachdem im ersten Teil der Studienfahrt Nomaden und atemberaubende Landschaften besucht wurden, war der nächstbesuchte Bergsee 2000 Meter tiefer gelegen und wieder in der Zivilisation. Yssykköl - ein alpiner Süßwassersee. Der zweitgrößte Gebirgssee der Erde ist touristisch voll erschlossen. Schon vor 5000 Jahren müssen Menschen ihn gemocht haben; Hieroglyphen am Ufer des Sees geben Zeugnis davon.

Hier finden in diesen Tagen die Welt-Nomadenspiele statt. Aus 81 Ländern gab es Zusagen. Die Eröffnung mit zahlreichen Staatsgästen erinnert sehr an Olympia. Die Oberhessen ziehen, mit Deutschland- und Europafahne, auf die Besuchertribüne des Hippodroms. Die Kulisse mit Blick auf den See ist einzigartig. An der Eröffnung nehmen 2100 Tänzer und 450 Pferde teil. An den Tagen darauf dann in einem weiten malerischen Tal ein Fest der Spiele und der Begegnung. So etwa könnten die Olympischen Spiele vor 2000 Jahren stattgefunden haben. Archaische Spiele mit Pferd und Kamel, mit Pfeil und Bogen. Falkner mit Steinadler und Falken. Oder es werden Tierknochen geworfen. Menschen rund um den Erdball treffen sich zu Nomadenspielen - ein unbeschreibliches Völkergemisch. Damit sich die Gruppe immer wieder findet ist bei den vielen Fahnen die einzige Europafahne weithin sichtbar. Sie ist auch ein Zeichen, das von vielen Besuchern anderer Länder verstanden als Bekenntnis wird. Immer wieder werden die Deutschen angesprochen: weltweite Gastfreundschaft. Dann heißt es Abschied nehmen von den vielleicht eigenartigsten, schrillsten aber zugleich abenteuerlichsten Weltspielen.

Weiter geht die Fahrt entlang am Yssykköl: Besuch eines ‚Ökohofes‘ – vielleicht einer der ersten in Kirgistan. Der Bauer Hans kam vor 15 Jahren als Entwicklungshelfer aus Deutschland, verliebte sich als katholischer Christ in die usbekische Kirgisin, eine Muslima. In der Scheune wird gebacken, gekocht und interkonfessionelle, interreligiöse, ökologische Themen diskutiert. Bei dem Besuch des deutschen Öko-Bauers, ist der interreligiöse Dialog ein wichtiges Thema. Immerhin lebten in einer Ehe eine Muslima und ein Christ unter einem Dach. Über viele Jahre gab es im Dorf keine Probleme zwischen Christen, Muslimen und Atheisten. Bis vor einem Jahr ein neuer Imam in das Dorf kam. Er hatte „hohe Ansprüche“ und brachte das ganze Dorf zu Streitigkeiten. Das, was über viele Jahre miteinander ging, stand in Gefahr zu zerbrechen. Das Dorf sah die Gefahr. „Wir haben uns zusammengesetzt und gemeinsam entschieden: Der Kerl muss weg“. Sie haben ihn ‚in die Wüste geschickt‘ und das Miteinander verschiedener Kulturen und Religionen gelingt wieder – wie in all den Jahren … Pfarrer Hartmut Lemp versprach dies mit nach Deutschland zu nehmen, gleichsam als Tip wenn ‚Durcheinanderbringer‘ hier auftauchen.

Immer hatten die Begegnungen in dem mittelasiatischen Land für die deutsche Reisegruppe etwas Familiäres. So war man auch ausschließlich unterwegs bei einheimischen Familien zum Essen, entweder in deren Wohnstuben oder in Jurten. Auf diese Weise auch eine kulinarische Reise in die „Vielvölkerküche“ Kirgistans.

In Karakol dann noch der Besuch einer eindrucksvollen russisch-orthodoxen Holz-Kirche und einer Moschee, die hinduistische Baustrukturen aufweist. Die Wanderung in der Aksu-Schlucht erinnerte an den Schwarzwald; langsam kann man die verschiedensten Landschaftsformen nur noch schwer abspeichern - wenn da nicht noch die Jety-Oguz Schlucht mit ihren berühmten roten Fels-Formationen wäre.

Es sollte noch erwähnt werden, dass die Reisenden auf dem Weg in die Hauptstadt eine Frauenkooperative besuchten, die Filzteppiche herstellt. Auch wurde in einem Dorf Halt gemacht, in dem junge Handwerker Jurten herstellen. Eindrucksvoll war auch der Besuch am Grab des Naturforschers Przewalski, dem Namensgeber der Pferde. Das Museum am Ufer des Sees zeichnet ihn als „Asiatischen Humboldt“ aus.

Zurück in der Hauptstadt Bishkek. Der Basar beeindruckt jeden Besucher durch seine verschiedenen Düfte. Der Pfarrer kauft die Landesspezialität: Pferdewurst, die am Abend gemeinsam verspeist wird. Dann noch Begegnung mit einer Berühmtheit. Der bekannteste Kirgise: Tschingis Aitmatow. In aller Welt kennt man seine Romane. Für viele ist „Djamila“ eine der schönsten Liebesgeschichten der Weltliteratur. An seinem Grab – eine Gedenkstätte mit Museum - trifft die Gruppe seine betagte Schwester Rosa Aitmatowa, die die stalinistische Verfolgung ihrer Familie erzählt. „Oft kann ich das nicht mehr, ich bin zu alt. Aber für Euch Deutsche war ich gerne am Grab meines Bruders.“ Der Leiter des Museums berichtet von der großen Liebe Aitmatows zu Deutschland.

Der Abschluss der Reise im modernen Bishkek: Parlament, Ata-Beyit Memorial zum Gedenken an die Opfer der Repression Stalins. Dann noch ein Konzert für die Oberhessen mit Musikern, die auf historischen landestypischen Instrumenten spielen. Heimflug über Moskau. Abermals eine ganz besondere Studienfahrt.


 

Durchs wilde KirgistanKir2 1

Es sind ‚so ganz andere‘ Studienreisen, die seit vielen Jahren von der Evangelischen Kirchengemeinde Villingen angeboten werden. In den vergangenen Jahren war man mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Sibirien unterwegs. Auf der Seidenstraße hat man bislang Armenien, Georgien, Usbekistan, China und die Mongolei besucht. Reizte noch ein Land an der Seidenstraße, das seit längerem Interesse weckt: Das wilde Kirgistan. Da genau dort in diesem Sommer die „Welt-Nomaden-Spiele“ stattfanden, bewarb man sich und bekam die Zusage, dass die Oberhessen zwanzig der in aller Welt begehrten Karten bekamen.

Dass man sich in Kirgistan auf wilde Landschaften einstellen musste, sah man an der Fahrten- und Wanderroute mit Höhenunterschieden von fast 3000 Metern. Der Flug über Moskau ging in die Hauptstadt Bischkek, die heute kultureller, wirtschaftlicher und politischer Mittelpunkt des Landes ist. Auf den ersten Blick ersichtlich: Kirgistan ist ein einziges Völkergemisch. 80 verschiedene Ethnien leben hier friedlich miteinander. Sogar zwei deutsche Dörfer gibt es noch. Der größte Teil ist muslimisch aber – und: völlig undogmatisch - wurden die Oberhessen immer wieder von Muslimen zu einem Wodka eingeladen.

Zunächst ging es auf der Seidenstraße Richtung Westen in den Chon-Kemin Naturpark. Unterwegs besuchte man das Weltkulturerbe, den Burana Turm aus dem 11. Jahrhundert. Er lässt noch 1000 Jahre später erahnen, welch bedeutsames Handelszentrum an der damals wichtigsten Handelsroute hier gelegen war. Im Naturpark kam es zur ersten Bergtour. In fast 2000 Metern über dem Meeresspiegel war es das langsame Eingewöhnen an weit Höheres, was der Gruppe bevorstand. Unvergesslich in diesem Tal war die besondere Kutschfahrt. Auf einfachste Pritschen hatten die Einheimischen Decken gelegt, Pferde davor gespannt und ab ging es in durch das weite Tal in die Abendsonne hinein. Der Abend endete am Lagerfeuer. Zuerst tanzten einheimische Mädchen für die Besucher Folklore, dann sangen die Oberhessen die „Rure-Roiwe-Roppmaschin“ (eine Sprache, die die 34jährige Germanistin als Reiseleiterin bislang noch nicht wahrgenommen hatte…)  

Weiter mit den Geländegängigen Kleinbussen Richtung Kochkor. Unterwegs war die Gruppe Gast bei einer kirgisischen Familie, die im Beisein der Oberhessen inmitten der freien Natur eine Jurte aufbaute, am offenen Feuer Brot buk und ein typisches Essen zubereitete. Die (Halb-)Nomaden zeigten ihre traditionelle Lebensweise und Küche und man verabredete sich zu einem Treffen bei den World-Nomades-Games eine Woche später.

Kir6 1Die weitere Fahrt entlang des Jalgyz-Karagay Passes war abenteuerlich und traumhaft schön. Zunächst wand sich die holperige Straße malerisch entlang eines Gebirgsflusses. Immer wieder Schafherden. Nirgends Zäune. Zuschauen konnte man, wie Hirten ihre Yaks brandmarkten. Nach schier unzähligen Serpentinen, die Straße ausschließlich Steinpiste, war dann endlich der höchste Punkt erreicht: 3.820 Meter. Über der Reisegruppe kreisen Steinadler am stahlblauen Himmel in dünner Luft. Am Ende des Weges eine kirgisische Hochebene. Keine Straßen mehr, längst ist man über der Baumgrenze. Es geht durch Flussbetten und dann, am Ende des Tales malerisch gelegen: „unser Jurtencamp“ mit einem unbeschreiblich schönen Blick auf den Bergsee Songköl. Die einzigen Touristen teilen mit Halbnomaden, deren Schaf- und Pferdeherden das Tal. Inmitten der Wildnis scheint die Zeit stehen geblieben. Gleichsam neben der Jurte bringt eine Stute ihr Fohlen zur Welt. Kein Strom, kein Mobilnetz.

Unweit vom Camp Staubwolken – beim Näherkommen sieht man etwa 50 bis 60 junge Männer auf Pferden. Für die Reisegruppe ein großes ‚Geschenk‘. Es ist Nationalfeiertag und die Jugend des Tales trifft sich zu ihrem Nationalsport Kok-Boru. Bei dem jahrhundertealten Spiel, das auf Dschingis Khan zurückgehen soll, kämpfen Reiter um den Kadaver einer Ziege. Sieger ist, wer das tote Tier quer über das Spielfeld manövriert und es dann in einem markierten Feld fallen lässt. Jeweils 12 Pferde mit Reiter treten gegeneinander an. In der Mitte des Feldes liegt eine geschlachtete Ziege. Die ist etwa 30 Kilo schwer und muss im Galopp aufgenommen und ins „gegnerische“ Tor hineingeworfen werden. Die Reisegruppe hatte bisher nur von der Sportart gelesen. Und nun waren die Oberhessen die einzigen Zuschauer bei dem für Mitteleuropäer skurrilen Kampf vor einer unbeschreiblichen Kulisse bei wolkenfreiem Himmel, die umliegenden Berge fast 4000 Meter hoch.

Im Abendlicht werden Pferdestuten gemolken. Alle trinken Stutenmilch. Die Nacht in der Jurte unter einzigartigem Sternenhimmel. Die nächsten Tage Wanderungen, die an die Grenze der Belastbarkeit gehen, zum Jalgyz-Karagy Pass – dünne Luft. Das Panorama an Weite und Höhe unbeschreiblich. Die Hälfte der Gruppe traut sich dann noch aufs Pferd und wird von den jugendlichen Nomaden zu dem Punkt geführt, an dem der ganze See (30 mal 20 km) zu sehen ist. Der Abschied vom Camp fällt schwer.Kir12 1

Aber der nächste Bergsee wartet: Yssykk und Teklnahme an den Welt-Nomaden-Spielen …(nächste Ausgabe)

 

 

 

 

 

 

  

 


 

10 Überraschungen am Erntedankfest in der Schäferwagenherberge

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Bereits vom Parkplatz herkommend, überraschte die Besucher des diesjährigen Erntedankfestes ein Willkommensgruß: Auf dem historischen Leiterwagen wink(t)en zwei herrlich aufbereitete Strohpuppen dem Besucher zu und nahmen damit einen alten Brauch zum Erntedankfest auf. Davor hingen die Kirchenfahnen für Toleranz, Dank-Sekunde und So ist Sonntag. Die dritte Überraschung wartete dann in der Grillhütte. Völlig entkernt von Tischen war sie in eine bestuhlte Kirche umgewandelt worden. Doch als die Glocken zu Ende läuteten, war der Gottesdienstraum Grillhütte völlig überfüllt. Man hatte vorgesorgt und das Erntedankfest wurde per Lautsprecher nach draußen übertragen. Noch niemals in ihrer Geschichte (so einige Ur-Einwohner), hatte die Grillhütte innen so viele Besucher. Die vierte Überraschung ist eigentlich für Nonnenroth schon keine mehr: Seit vielen Jahren schmücken die Landfrauen unter der Regie von Rosel Töllich den Erntedankaltar. In diesem Jahr ein alter Leiterwagen, der mit Blumen, Obst und Garben in eine Augenweide umfunktioniert worden war. Dass der Altar seit Jahren von Christel Stephan mit einem herrlichen Blütenkranz zum Erntedanktag verziert wird, ist ebenfalls ein ästhetischer Genuss. Der Gottesdienst enthielt weitere Überraschungen. Das meiste Erstaunen erfüllte die Gemeinde, wie aktuell der 2500 Jahre alte Bibeltext aus dem 58. Kapitel Jesajas war und ist. Kirche kann, wenn sie in jüdisch christlicher Tradition lebt, niemals neutral sein, sondern muss Partei ergreifen für die Armen und die, die ohne Obdach sind. Das Lied von Matthias Claudias: ‚Wir pflügen und wir streuen‘ fehlte ebenso wenig, wie das Hessenlied zum Ende des Gottesdienstes, den leider trotz Innen- und Außenbestuhlung einige im Stehen mitfeiern mussten. Die 7. Überraschung war die Einladung zum gemeinsamen Essen. Die Villinger Kirchengemeinde lud alle Besucher mit frisch gebackenem Brot und frisch geschlachteten Würsten vom Lamm und Schwein ein, die von beiden Kirchenvorständen auf dem Holzkohlegrill zubereitet wurden. Dass man auch noch herrlich, selbstgemachten Apfelsaft und Mohn- und Riwwelkuchen vom Blech anbot, war die Krönung für ein köstliches Mahl. Die 9. Überraschung äußerte Else Stein: „Muss ich 95 Jahre alt werden, um eine solch herrlich schmeckende Lammwurst essen zu können. Die 10. Überraschung war für den Pfarrer Hartmut Lemp keine mehr: Dass es Konfirmanden gibt, die ohne Probleme 5 (fünf) Würste verdrücken können. (drei vom Lamm und zwei vom Schwein!) Da alle Speisen kostenfrei abgegeben wurden, kann sich Brot für die Welt (Katastrophenhilfe Jemen und Indonesien) über einen attraktiven und aktiven Beitrag freuen. Mehrfach wurde der Wunsch geäußert, diese Form in den nächsten Jahren zur Tradition werden zu lassen. Erntedank 2019 vielleicht wieder in der Schäferwagenherberge oder im Villinger Steinbruch – aber auf alle Fälle gemeinsam und mit Gästen aus der Umgebung!

 


Mi.18.09.:       15:00 Uhr Begegnungskaffee im Villinger Gemeindehaus

Erzählung und erste Bilder von einer Reise durchs wilde schöne Kirgistan.

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Mi.19.09.:                19:30 Uhr Vereinsring im GBG

                               17:30 Uhr Querbeet

Fr.21.09.:             18:00 Uhr bis 18: 15 Uhr Friedensgeläut

Glocken als Zeichen europäischen Wertefundaments

Das Jahr 2018 erinnert an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren, an den 30-jährigen Krieg von 1618 bis 1648 vor vier Jahrhunderten – aber auch an die vielen aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen auf der Welt. Deshalb haben die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Rat der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) ihre Gemeinden und Dekanate zu zum Glockenläuten am Internationalen Friedenstag 2018 eingeladen.

Die EKHN und die EKKW unterstützen so eine Initiative des „Europäische Kulturerbejahrs – Sharing Heritage“. Dessen Veranstalter rufen alle Glockeneigentümer Europas unter dem Motto „FRIEDE SEI IHR ERST GELÄUTE“ zu einem europaweiten Glockenläuten am Internationalen Friedenstag am 21. September von 18 bis 18.15 Uhr Mitteleuropäischer Zeit auf. Das „Kulturerbejahr“ wird mit vielfältigen Aktionen begangen. Glocken seien ein prägendes Kulturelement in Europa und gleichzeitig in Kirchen und Rathäusern, auf Friedhöfen und an Gedenkorten ein hör- und sichtbares Zeichen des europäischen Wertefundaments.

So.23.09.:        9:30 Uhr Gottesdienst in der Nonnenröther Kirche

                        Thema: Segen

                        10: 40 Uhr Tauf- Gottesdienst in der Villinger Kirche

                        Getauft werden Adrian Leidner und Matteo Lojak

                        Orgel: Hermann Wilhelmi

Mo.24.09.:      18:30 Uhr Schäferwagenherberge – Besuch aus Europa

Di.25.09.:        10 bis 13 Uhr Gemeindebüro

                        15:00 Uhr Mini Club

                        16: 30 Uhr Konfi-Gruppe

 

Die Kirchengemeinde Villingen gratuliert dem Ehepaar Gerda und Wilhelm Lind zur Villinger Ehrenbürgerschaft „Vellinger Ehrenzwiwwel“.

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Die Haushaltspläne für Villingen und Nonnenroth liegen im Gemeindebüro Am Bornweg 9 in Villingen vom 04.09. - 11.09.2018 zur Einsichtnahme aus. Gelegenheit zur Einsicht besteht zu den Bürozeiten dienstags von 10-13 Uhr oder nach vorheriger tel. Absprache unter Tel. 06402- 2749 oder 06402-1052.

 

Sa. 15.09.:       20:30 Uhr Konzert Pop meets Classic in Nonnenroth,

                        auf den Talwiesen unterhalb der Kirche, Richtung Hof Wiesental,

                        Konzertbeginn nach Sonnenuntergang         Dauer ca. 2 Std. Eintritt frei

 

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otto ruehl nonnenroth chronikLIEBE HEIMAT NONNENROTH
Neuauflage Chronik Nonnenroths von 1976
Vor 42 Jahren, im Jahr 1976, wurde von Ernst Butteron eine 242seitige Chronik Nonnenroths als DIN A 5 gebundenes Buch gedruckt und im Eigenverlag herausgegeben. In einer Reihe von Häusern findet sich diese Chronik noch im Originalzustand. Aber auch bei ‚eingefleischten Nonnenröthern‘ ist dieses Buch oftmals nicht (mehr) vorhanden. Restexemplare sind auf dem Bücher- und Antikmarkt nicht zu finden. Dies hat den Kirchenvorstand gemeinsam mit dem Heimatkundlichen Arbeitskreis bewogen, die Originalausgabe, gleichsam als Faksimile, neu aufzulegen und zu drucken.
Die Chronik von Ernst Butteron, er nennt sie „Liebe Heimat Nonnenroth“ beginnt mit einem Gedicht des Verfassers. Ein Vorwort gibt es vom damaligen Bürgermeister Reber. Der erste Teil befasst sich mit der Geschichte des Namens von Nonnenroth und von seiner Geschichte im ausgehenden Mittelalter bis 1939. Dann erfolgt eine ‚Biographie der Häuser‘ und ihrer Besitzer. Über 172 Seiten werden die Bauwerke des damaligen Nonnenroths beschrieben und was über die Eigentümer in ihrer Geschichte bekannt ist. Sehr schön sind die handgemalten Häuserskizzen, die er von jedem Haus eigenständig angefertigt hat. Allein dies rechtfertigt die Herausgabe als Faksimile.
Der zweite Teil des Buches handelt von der der alten Heerstraße, die ja bis heue noch diesen Namen trägt. Ein eigener Artikel hat der 30jährige Krieg und seine Auswirkungen in Nonnenroth. Besonderes eindrücklich ist die Beschreibung und Historie der ‚Wehrkirche‘ und seine Befestigungsanlagen bis 1698. Auch hierzu gibt es handgemalte Skizzen im Buch, die den heutigen Häuserbestand immer noch erkennbar werden lassen. Lustig wird es dann auf zahlreichen Seiten, auf denen die ‚Nachbarvölker Nonnenroths‘ beschrieben werden. Wundersam wird ein Gerichtsverfahren über Grenzstreitigkeiten mit den Langsdörfern beschrieben, das sich über vier Jahrzehnte hinzog. Ein eigenen Abschnitt gibt es über Feste und Rituale. Auch das hochmittelalterliche steinerne (Sühne)Kreuz, das heute noch an der Grünberger Straße zu finden ist, wird beschrieben und wie es entstanden sein könnte.
Das Buch endet mit dem Abschnitt „die industrielle Revolution, in denen Ernst Butteron Dinge beschreibt (wie das erste Auto und das erste Telefon sowie mancherlei Neuerungen, wie der Kühlschrank und die Gefrieranlage und den Mähdrescher in der Landwirtschaft), die Heute – vier Jahrzehnte später – schon fast wieder vergessen sind.
Gerade im Hinblick auf das Jubiläumsjahr 2021, könnte dieses Werk in jedem Nonnenröther Haus seinen Platz finden. Es eignet sich auch – bei dem geringen Preis – als Geschenk an ehemalige Nonnenröther und/oder Kinder, die außerhalb wohnen. Bei Vorbestellung bis zum 31. September kostet das Buch 15 €. Später wird das Werk (242 Seiten) für 28 € abgegeben. Bestellungen nimmt entgegen Ortsvorsteher Werner Leipold (Tel. 2455), Otto Rühl vom Heimatkundlichen Arbeitskreis (Tel. 2378), Erich Butteron (Tel. 505360) und im Gemeindebüro Bornweg 9 – Tel. 7863. Bestellungen gerne auch per mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Herausgeber der Faksimile-Schrift ist der Heimatkundliche Arbeitskreis der Evangelischen Kirchengemeinde.

 

 


Vellinger Ehrenzwiwwel 2018

Auch in diesem Jahr gab es mehrere Vorschläge für die Villinger Ehrenbürgerschaft. Schon daran ist ersichtlich, dass diese Idee – ehrenamtliches Engagement mit einer Dorf-Ehrenbürgerschaft auszuzeichnen – in der Dorfgemeinschaft positiv gesehen wird. Bislang wurden Marga Kafka (†), die Mitglieder des Heimatkundlichen Arbeitskreises Wilhelm Konrad und Otto Rühl u.w., Else Stein und Inge Högy zur ‚Vellinger Ehrenzwiwwel‘ ernannt. Wie in den vergangenen Jahren üblich hat die Wahl in geheimer Abstimmung stattgefunden und wird im Gottesdienst unter der Linde beim Zwiwwelfest bekanntgegeben. Das diesjährige Zwiwwelfest ist am Sonntag, 9. September.

 


Termin für das Festjubiläum 2021 vom Vereinsring festgelegt

2021 jährt sich zum 750.mal die urkundliche Ersterwähnung Nonnenroths. Dies soll gebührend gefeiert werden. Der Vereinsring hat sich nun auf ein zentrales Festwochenende festgelegt. Dies soll stattfinden vom 02. bis 04. Juli 2021. Dieses Wochenende ist drei Wochen vor Beginn der hessischen Schulsommerferien. Natürlich schließt ein zentrales Festwochenende weitere Veranstaltungen innerhalb des Festjahres nicht aus. In der kommenden Zeit wird vom Heimatkundlichen Arbeitskreis der Kirchengemeinde Villingen die Nonnenröther Chronik, herausgegeben 1975 von Ernst Butteron, als Faksimile (Originalausgabe) herausgegeben. Bestellungen werden schon jetzt entgegen genommen von Erich Butteron. Die Kosten betragen bei Vorbestellung 15 Euro.

 


Villinger und Nonnenröther Konfirmanden sammeln für die Diakonie

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In den Kirchengemeinden Nonnenroth und Villingen hat die Durchführung einer Straßensammlung für die soziale Arbeit der Diakonie Gießen eine lange Tradition. In früheren Zeiten wurden Nahrungsmittel, Obst. Gemüse und Kartoffeln für das Kinderheim Arnsburg gesammelt. Dies hat sich gewandelt: Auch in diesem Jahr sind die KonfirmandInnen wieder fleißig im Einsatz. In den nächsten Tagen werden sie an den Haustüren klingeln und um eine Spende für die Diakonie bitten. Zur Vorbereitung hatten die Konfis eine Einführung in die Arbeitsbereiche der Diakonie. In einem der letzten Konfi Treffs hatte eine Mitarbeiterin des Diakonischen Werks „schwere Päckchen“ mitgebracht, die Ratsuchende mit sich tragen. Die Jugendlichen erhielten auf spielerische Weise Einblick in die vielfältige Arbeit des Diakonischen Werks, wo man sich nach dem Motto „Diakonie – stark für Andere“ für Menschen in schweren Lebenslagen einsetzt. Welche Schwierigkeiten es bedeutet, wenn Menschen überschuldet sind, Familien durch Alkoholkonsum Probleme haben, Frauen und Mädchen schwanger werden, was ein Leben mit wenig Geld bedeutet oder wie es ist, auf der Straße zu leben, wurde den Jugendlichen anschaulich vor Augen geführt.  Auch wurde besprochen, wie sich die Konfirmanden bei der Sammlung verhalten sollen. „Wir bleiben freundlich, auch wenn wir abgewiesen werden.“ Nun darf man gespannt sein, wie das diesjährige Ergebnis für die Diakonie sein wird. Von Dietrich Bonhoeffer ist der Satz: „Eine Kirche die nicht dient, dient zu nichts.“ Diakonie ist eine wesentliche Wesensäußerung von Kirche und Konfirmanden setzen sich dafür ein. Die Kirchenvorstände würden sich freuen, wenn die Konfirmanden freundlich empfangen würden. Falls Sie nicht an der Haustüre erreichbar waren, sind die Spenden auch im Gemeindebüro abgebbar. Eines ist sicher: Viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.

 


 Konfirmanden 2018/2019

 Konfis 2018 2019 1

 


Die Wahl des/der diesjährigen Villinger Ehrenzwiwwel (Villinger Ehrenbürger)ist erfolgt. Wir danken für die Vorschläge. Am diesjährigen Zwiwwelfest wird das Ergebnis der geheimen Wahl bekanntgegeben. Ab sofort können Vorschläge für 2019 beim Kirchenvorstand erfolgen.

In der kommenden Woche liegen die Haushaltspläne der Kirchengemeinde aus. Einsichtnahme im Gemeindebüro oder nach Vereinbarung sind möglich.


 

Heimatkundlicher Arbeitskreis besucht Eppelröder Börnchen

Dass in Villingen seit alters her, die Kinder nicht vom Klapperstorch gebracht, sondern aus dem Eppelröder Börnchen kommen, ist nach dem Fernsehbericht nun hessenweit bekannt. Vermutlich hängt es damit zusammen, dass die Quelle des Nachbardorfes über Jahrhunderte den Villingern zum Überleben geholfen hat. Vor 500 Jahren: Elf Monate kaum Regen und Extremhitze: Mehr als 300 Chroniken aus ganz Europa enthüllen die grausamen Details einer gigantischen Katastrophe im Jahr 1540. Und sie zeigen: Das Desaster kann sich wiederholen. So schön der Sommer 2018 für viele ist, machen schon jetzt Ernteausfälle und Klimaveränderungen nachdenklich. Wie verhält sich die Quelle des Eppelröder Brönchens? Etwa 7 Liter Frischwasser in der Minute gibt sie ab. Ist der heißeste Sommer bereits in der Quelle bemerkbar? Das waren die Fragen, denen der Heimatkundliche Arbeitskreis unter der bewährten Leitung von Otto Rühl und Wilhelm Konrad nachgegangen ist. In der nächsten Zeit will der Heimatkundliche Arbeitskreis dem Geheimnis des Villinger Lebensborns weiter nachgehen. Auch möchte man ihn mit Steinen einfassen, damit eine ‚Sitzgelegenheit‘ rund um den hochmittelalterlichen Brunnen möglich ist.

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Bild: Wilhelm Konrad am Eppelröder Börnchen


 

Künstlerfamilie aus Belarus zu Besuch in der Kirchengemeinde

Seit vielen Jahren gibt es Kontakte nach Weißrussland. Zu einigen Künstlern inzwischen langjährige Freundschaften. Derzeit ist die Künstlerfamilie Ulybin zu Gast in den Kirchengemeinden Nonnenroth und Villingen. Am vergangenen Sonntag gab die 11jährige Lisa einen Einblick in ihre musische Begabung am Klavier in den Gottesdiensten. Sascha Ulybin ist Dozent für Kunst und hat sich einen Namen gemacht als Grafik Künstler mit Ex Libris Radierungen. Anja Ulybin ist Lehrerin für Kunstgeschichte und alle Familienmitglieder sind derzeit zu beobachten beim Malen von Oberhessischen Motiven in und um Villingen und Nonnenroth. Im Gemeindebüro Bornweg 9 ist der ‚Stich‘ (Aquatinta Technik) Lutherweg 1521 von Sascha Ulybin im Original einsehbar und kann ‚spendlich erworben‘ werden.

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Bild: Die Künstlerfamilie Ulybin

Lutherweg 1521 Ulybin quer

Bild2: Lutherweg 1521 – Stich von Sascha Ulybin


 

Jubiläumskonfirmationen in der der Villinger Kirche

Gnadenkonfirmation

Marga Klein geb. Graf

Eiserne Konfirmation

Aus Nonnenroth: Edith Roth, geb. Nagel, Lieselotte Püschel, geb. Butteron, Hiltrud Nebeling, geb. Stephan, Willi Hess

Aus Villingen: Erna Diehl, geb. Graf, Elli Ester, geb. Peppelenbos, Marie Luise Stamm, geb. Streb, Rosel Reinhold, geb. Kretschmar, Erich Zimmer

Diamantene Konfirmation aus Villingen: Erika Heidenreich, geb. Rupp, Karl Heinz Hau, Karl Heinz Fritz, Gertrud Jung, geb. Zimmer (erkrankt)

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Goldene Konfirmation aus Villingen

Rosel Hessler, geb. Eller, Lisa Litzner, geb. Zimmer, Holger Ewe, Rudolf Kaiser, Horst Ebbo Leschhorn, Günter Melius, Peter Schulze

Goldene Konfirmation aus Nonnenroth:

Ortwin Koch und Uwe Dippel.

Goldene Konfirmation H0A5469 klein

Mit einer lustigen Geschichte zum Thema ‚Materialermüdung‘ begann Pfr. Hartmut Lemp in der Villinger Kirche seine Predigt an die Teilnehmer der diesjährigen Konfirmationsjubiläen aus Villingen und Nonnenroth. Als Liebeserklärung ihrer Gemeinde wurden sie von Kirchenvorstehern mit einer Rose begrüßt. Zahlreiche Erinnerungen prägten den Jubiläumstag der noch mit gemeinsamen Essen und vielen Gesprächen feierlich begangen wurde.

Der Gottesdienst wurde mit erfrischenden Liedern des Chores vom Gesangverein Eintracht Villingen bereichert.

 

 


Brestschanka kommt. Auftritt in der Europawoche und Pfingstmontag  Kloster Arnsburg


 

Villingen in der Endrunde Dolles Dorf:

Im vergangenen Jahr war der Hessische Rundfunk in unserem Heimatdorf Villingen und wir waren Teilnehmer Dolles Dorf 2017.

Nun hat Villingen die Möglichkeit in die Endrunde der vier letzten Dörfer zu kommen, um am Finale am Hessentag teilnehmen zu können. Das Finale wird live gesendet und ist am 27. Mai in Korbach. Falls wir das Finale erreichen, werden viele Villinger nach Korbach fahren.

Um in das Finale zu kommen, tritt Villingen gegen 10 andere Dörfer in Mittelhessen an. Ein Kurzporträt aller Teilnehmer wird noch einmal am 28. April um 18 Uhr 45 im Hessischen Fernsehen zu sehen sein.

Dann gibt es eine Kampfabstimmung aller Teilnehmer im Internet (www.dollesdorf.hr-online.de)

Und man kann für unser Dorf abstimmen per Telefon.

Die Nummer ist freigeschaltet vom 28. April bis 3. Mai um 15 Uhr. Die Telefon Nr. für unser Heimatdorf Villingen:   0137 21 155 55. Hier kostet ein Anruf 15 Cent.

Bitte helft mit, dass wir mit unserem Heimatdorf in die Endrunde Dolles Dorf 2018 kommen.


 

Am 17.06.2018 feiern wir unsere diesjährige Jubiläumskonfirmation 50, 60, 65 Jahre und weitere.

Bei Interesse an der Teilnahme bitte im Gemeindebüro bei Inge Högy melden.

 


 

 H0A2752 Villingen Internet

                        Konfirmiert werden am 22.04.2018 in Villingen:

                        Philipp Becker            Heidestraße 8,

                        Nils Butzin                  Ringstraße 29,           

                        Janick Graf                 Bahnhofstraße 15

                        Anna Harisch              Langgasse 42

                        Aileen Reif                  Langgasse 26

                        Paul Schad                  Pappelstraße 12, Ruppertsburg

                        Fiona Steiner              Hungener Straße 8

                        Clara Theiß                 Zeller Straße 13

                        Palle Zimmer             Königstraße 10a

 

 H0A2752 Nonnenroth Internet

                        Konfirmiert werden am 29.04.2018 in Nonnenroth:

                        William Bankowski     Eisenkauter Weg 9

                        Bastian Diehl              Grünberger Straße 25a

                        Leonie Diehl               Grünberger Straße 25a

                        Justin Hoppe               Am Hainberg 2

                        Noel Hoppe                Die Fünf Morgen 2

                        Evelyn Keller              Am Steinernen Kreuz 3

                        Moritz Rabanus          Hauptstraße 4

                        Nico Sterlepper          Kirchberg 7

 


 

Ostern heißt: Hoch lebe Plan B

Viel zu lange führt er ein Schattendasein.

Plan B ist die Antwort des Lebens,

wenn das Leben nicht so spielt, wie ich es geplant hatte.

muss nicht schlechter sein – nur anders.

Die halbe Bibel ist ein Plan B.

Ich weiß, der Satz ist gewagt.

Aber: Denken Sie ans Paradies.

Die Sache war schnell gescheitert, aber draußen kann man auch ganz gut leben.

Denken Sie an die Sintflut.

Die ganze Menschheit wollte Gott vernichten.

Und beschloss im zweiten Anlauf: doch keine so gute Idee.

Und schließlich Jesus: er endete am Kreuz.

Manche sagen, Gott habe das alles genau so gewollt und geplant.

Glaube ich nicht.

Ich glaube, all diese Geschichten zeigen, dass Gott ein Meister des Plan B ist.

Er kann aus dem größten Mist Gutes machen:

Hoffnung siegt über Resignation.

Mit Plan B kommt man durchs Leben.

Weil es weiter geht.

Weil es Verwandlung gibt.

Manche nennen das Auferstehung.

Wir wünschen allen Mitchristen ein gesegnetes Osterfest.


 

Kleidersammlung für Bethel vom 13. März bis 20. März

Abgabestelle in Villingen:

Ev. Gemeindehaus Am Bornweg 9 in der Garage im Hof.

Abgabestelle in Nonnenroth:

Bei Familie Butteron im Hof, Grünberger Straße 9.

Sammelt die übrigen Brocken, auf dass nichts umkomme.”

Mit diesem Leitspruch aus Joh. 6.12 wurde die Brockensammlung der v. Bodelschwingschen Stiftungen Bethel 1890 ins Leben gerufen. Einer Geschichte nach geht die Gründung auf eine Idee des in Bethel lebenden Karl Schnitger zurück, der sich darüber aufregte, dass zu viele Dinge, teilweise nur leicht beschädigt, einfach weggeworfen wurden.

Auf seine Anregung hin soll Pastor von Bodelschwingh im Herbst 1890 den Aufruf „Sammelt die übrigen Brocken, auf dass nichts umkomme” verfasst haben, der dann auch zum späteren Leitspruch wurde. Man bat die Bevölkerung Bielefelds und der Umgebung um Zusendung nicht mehr benötigter Kleidung, Bilder, Münzen, Uniformen und ähnlicher Dinge.

Die Resonanz auf diesen Aufruf war so groß, dass der vorgesehene Lagerschuppen bald nicht mehr ausreichte. Bereits 1891 wurde ein eigenes Gebäude gebaut, in dem die abgegebenen Spenden repariert und wieder verkauft wurden.

Bis heute finden eine Vielzahl von Menschen mit Behinderung oder Einschränkung Arbeit in den Betheler Betrieben, die sich aus dieser Idee, Menschen sinnvolle Arbeit zu geben – gemäß dem Bodelschwingh-Wort „Keiner ist ohne Gaben” – entwickelt haben.

Seit 1999 arbeitet die Brockensammlung Bethel aktiv im Dachverband FairWertung e. V. mit. Die verbindlichen Kriterien für eine sozial- und umweltverträgliche Kleidersammlung und -verwertung sind für uns Verpflichtung. Anders als vermeintlich seriöse Mitbewerber achten wir genau auf die Einhaltung unserer ökologischen und sozialen Werte.

Die evangelischen Kirchengemeinden unterstützen seit vielen Jahren erfolgreich die Kleidersammlung vor Ort, herzlichen Dank den Spendern.

Qb Presse 2018Herzerfrischend!

„Dehaam eas Dehaam“ – Querbeetkonzert in Villingen

Nach etlichen Jahren mit zahlreichen Konzerten in ganz Mittelhessen tritt die Frauen-Mundartgruppe endlich wieder einmal in ihrem Heimatdorf Villingen auf: am 28. April um 19:30 Uhr im Bürgerhaus.

Elf Frauen, elf Stimmen, elf Gitarren, heitere und besinnliche Texte in oberhessischer Mundart zu bekannten und teilweise eigenen Melodien, dazu eine ausgesprochen witzige und schlagfertige Mode­ration - das ist Querbeet in Kurzbeschreibung.

Es ist der Wechsel zwischen Klamauk und Tiefgang, manchmal wie im Kabarett, aber immer wie im richtigen Leben, den die Musikerinnen aus der Evange­li­schen Kirchengemeinde Hungen-Villingen so be­liebt macht. Die ‚Weibsleut‘ – wie sie sich selber nennen, erhalten kein Honorar und treten ausschließlich für einen guten Zweck auf. Im Lauf der Jahre wurden zahlreiche soziale Initiativen und Organisationen unterstützt. Der Erlös dieses Konzertes wird verwendet für einen Rollstuhl-Lift am Villinger Gemeindehaus und für Kunstobjekte (geschnitzte Frauenfiguren) bei der Schäferwagenherberge Nonnenroth, die am 1. Mai eröffnet wird.

„Ean schiene Owend ean platt met allem, was uus Frauen (owwer die Männer) so bewegt: natürlich die Mannsleut, die Weibsleut, die Keann ean Enkel, die Figur, wej kriet mer alles inner aan Hout?, uus Dorf: kurz gesaat: des Leawe ‚querbeet’“ – so lautet die Ein­la­dung zu einem im wahrsten Sinne des Wortes Herz-erfrischenden Konzert ‚off platt’. Bei „Dehaam eas Dehaam“ erinnert sich die Gruppe an ihre Anfänge und an die Mundartpioniere Mittelhessens, die Gruppe Fäägmeel.

Karten gibt’s im Vorverkauf für 12 Euro in Hungen bei der Stadtverwaltung und Buck’s Buch- und Papierladen, in Villingen im Dorfladen tegut, in Grünberg bei der Beratungsstelle der Diakonie und in Ruppertsburg im Friseursalon Corina Mäser. „Wer nit kimmt, es selwer schold!“ und es ist aus­drücklich erlaubt: „Mannsleut derfe aach komme!“


 

Hauptstrasse Nonnenroth mit altem Rathaus 12021 feiert Nonnenroth seine 750 Jahrfeier der Ersterwähnung. Außerdem feiert der Lutherweg 1521 sein eigentliches 500jähriges Jubiläum. Bedenkenswert sind auch die 50 Jahre Stadtrechte für Nonnenroth. Diese Jubiläen will der Heimatkundliche Arbeitskreis - vielleicht in verschiedenen Arbeitsgruppen (Festvorbereitung, Chronik, Kulturprogramm) – vorbereiten. Alle, die sich daran beteiligen wollen, sind herzlich zum ersten Treffen mit Absprachen für die weitere Arbeit eingeladen. Wer an diesem Abend verhindert ist, sich aber gerne beteiligen möchte, melde sich bitte bei Ortsvorsteher Werner Leipold – Tel. 2455.

 

 


 

Konfirmandengruppe am Fastnachtsdienstag mit Strohbär.

2018Strohbär 134755 1

20180213 134221 1Auch in diesem Jahr zogen die Konfirmanden – erstmals seit langem – durch die Dörfer Nonnenroth und Villingen und hatten einen kunstvoll gewickelten Strohbär dabei. Unter dem Stroh steckte Philipp Becker, der erst nach fast 4 Stunden vom Stroh befreit wurde. Im Anschluss wurden im Gemeindehaus 185 Eier gebacken. Dazu gab es frisches Brot von Hoppes. Das gesammelte Geld wird für einen Kinoabend in Mainz verwendet. Herzlichen Dank allen Spendern.

 

 

 

 


 

Nonnenroth feiert 2021 sein 750jähriges Jubiläum. Im gleichen Jahr ist das 500jährige Jubiläum, dass Martin Luther durch Nonnenroth zog; lutherweg 1521. Ebenso feiert Nonnenroth 2021 fünfzig Jahre Stadtrechte. Aus diesem Grund soll ein historisches Festbuch herausgegeben werden. Auch soll die Chronik des Dorfes neu herausgegeben werden. Daher wäre es wünschenswert, wenn sich ein Heimatkundlicher Arbeitskreis gründen und bilden würde, der das Festjahr inhaltlich vor- und aufbereitet. Eine der ersten Aufgaben wird sein, die Dorfchronik von Ernst Butteron aus den Siebzigerjahren zu ergänzen und fortzuschreiben. Wer Lust hat, hieran teilzunehmen, melde sich bitte beim Ortsvorsteher Werner Leipold – Tel. 2455.

 

Der Kirchenvorstand beabsichtigt eine neue Herausgabe des Familienbuches von Nonnenroth. Die Erstausgabe ist vollständig vergriffen. Dies ergibt die Möglichkeit, Fehler zu berichtigen. Wer Fehler festgestellt hat und möchte diese in der zweiten Ausgabe berichtigt haben, melde dies bitte bei Erich Butteron.

Wichtige Termine:         

2. bis 10. April: Hilfstransport Weißrussland

22. April: Konfirmation in Villingen

29. April: Konfirmation in Nonnenroth

01. Mai – nachmittags - : Eröffnung Schäferwagenherberge

21. Mai – Pfingstmontag – Brestschanka im Kloster Arnsburg

27. August bis 14. September: Studienfahrt nach Kirgistan

15. September: Pop meets Classic am Kirchberg in Nonnenroth


 

Der Begegnungskaffee-Treff in Nonnenroth plant ein regelmäßiges Mittagessen (zunächst einmal monatlich) im Gemeindehaus. Thema: Gemeinsam schmeckts besser. Interessierte für Teilnahme melden sich bitte bei Rosel Töllich oder Gertrud Butteron.

Es gibt noch Restbestände der diesjährigen Kalender (in Nonnenroth bei Erich Butteron) und in Villingen im Gemeindebüro oder bei Inge Högy.

Die Einweihung der Schäferwagenherberge ist für den 1. Mai 2018 geplant. Es wäre schön, wenn all jene, die am Lutherspiel teilgenommen haben, in historischer Tracht sich ebenfalls am 1. Mai beteiligen. Anmeldungen bei Anita Leipold.

In der Schäferwagenherberge werden in den kommenden Tagen und Wochen noch hilfreiche Menschen gesucht, die Handreichungen beim Fliesenlegen geben können. Bitte melden in Villingen bei Werner Klös bzw. in Nonnenroth bei Werner Leipold – Tel. 2455.

Auf der Hompage www.villingen-online.de sind herrliche Bilder vom diesjährigen Krippenspiel. Einen großen Dank an Jutta Hedrich, für diese abermals wunderschönen Bilder.

 


Studienfahrt nach Kirgistan

Es sind die ‚ganz anderen Reisen‘ die seit vielen Jahren als Studienfahrten unter Leitung von Pfarrer Hartmut Lemp durchgeführt wurden und werden. So besuchte man Länder, die derzeit schon nicht mehr bereist werden können wie den Jemen oder Syrien. Es gab Begegnungen mit anderen Religionen wie dem Buddhismus in Laos oder man schlief in Jurten in der Mongolei, fuhr mit der einfachsten Wagenklasse der transsibirischen Eisenbahn 6000 km bis an den Baikal.

In diesem Jahr soll abermals ein Land besucht werden, das nur wenige kennen aber von besonderer landschaftlicher Schönheit und ein besonderes kulturelles Reichtum in sich birgt: Kirgistan. Hier wird die Reisegruppe das reiche Kulturgut der Nomaden kennen lernen. Das kirgisische Volk hat sich bis heute seine Traditionen bewahrt und richtet zur Wiederbelebung des kulturellen Erbes der Nomadenvölker der Welt 2018 zum dritten Mal die „World Nomad Games“   aus. Das kulturelle Gut der Nomaden liegt in ihrem Bezug zur Natur, in ihrer Musik, ihrer Poesie und Erzählkunst begründet. Kirgisische Barden tragen den Heldenepos „Manas“ der im 10. Jahrhundert entstand und über 5000 Verse umfasst, bis in die heutige Zeit. In atemberaubender Natur lernt die Gruppe das Nomadenleben unmittelbar kennen, wird von einheimischen Familien zum Essen eingeladen und wandelt auf dem Spuren Tschingis Aitmatows. Diese Reise kann nur von Menschen begleitet werden, die bereit sind auch in einfachen Jurten zu übernachten. Die Wanderungen sind teilweise bis zu 5 Stunden lang und führen durch eine Bergwelt mit Wildflüssen, reicher Flora und beeindruckender Fauna. Der Song Kul See liegt azurblau, von einem malerischen Bergpanorama umringt auf ca 3000 Meter Höhe. Immer fährt ein Fahrzeug parallel. Die zweitägige Treckingtour von Kyzart über Kilemche nach Song Kul ist keine Klettertour(!), dennoch ist die Fahrt alternativ auch im Reisebus möglich. Ein Höhepunkt ist bestimmt der Besuch der Nomadenspiele: Aba Kurosh, Goresh, Gyelesch und Alysh sind mit dem heutigen Ringen vergleichbar. Auch das zentralasiatische Reiterspiel Dirit bei dem zwei Reiter zu Pferd miteinander ringen, die Adlerjagd, Bogenschießen, Knochenwerfen u.v.m stehen auf dem Programm. Athleten aus über 40 Nationen der Welt werden erwartet und eine Gruppe aus Oberhessen, die allerdings nur zuschauend und staunend. Stattfinden wird die Studienreise 13 Tage zwischen dem 27. August und 14. September. Weitere Informationen gibt es im Evangelischen Pfarramt bei Pfarrer Hartmut Lemp %Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder auf der HP www.villingen-online.de oder www.nonnenroth.de


 



 

In diesen Tagen werden und wurden an alle evangelischen Haushalte die diesjährigen Jahres Kalender und die Weihnachtszeitung verteilt. Bei wem dies bis zum 23. Dezember nicht angekommen sein sollte und oder weitere Kalender verschenken möchte, melde sich bitte in Nonnenroth bei Anita Leipold oder in Villingen bei Inge Högy – Tel. 2749 bzw. bei Sabine Zimmer (Gemeindebüro) – Tel. 7863 oder privat 1052.

In dringenden Fällen erreichen Sie Pfarrer Hartmut Lemp mobil unter 0170 - 1203772.

Bereits an dieser Stelle bedanken wir uns für zahlreiche Spenden an unsere Kirchengemeinde, die das Kalenderprojekt auch in diesem Jahr ermöglichte. Wer die Kirchengemeinden unterstützen möchte kann dies tun: Kirchengemeinde Villingen DE12 5139 0000 0094 6187 03. Kirchengemeinde Nonnenroth DE69 5139 0000 0081 3796 02. Oder die Weißrusslandhilfe DE12 5139 0000 0094 6188 00. Bitte möglichst im Verwendungszweck Adresse angeben. Wer eine besondere Verwendung möchte wie z.B. Beleuchtung der Nonnenröther Kirche oder Heimatkundlicher Arbeitskreis, möge dies bitte ebenfalls im Verwendungszweck angeben. Eine Spendenbescheinigung versenden wir automatisch ab 20€.

Bitte daran denken, dass wir an Heilig Abend die Kollekte ausschließlich für Brot für die Welt verwenden. Der Klingelbeutel, der ansonsten immer für die Aufgaben der eigenen Gemeinde ist, wird an Heilig Abend nicht erbeten. Die Heiligabend-Kollekte ist für die Arbeit von Brot für die Welt bestimmt. Die Aktion Brot für die Welt unterstützt seit fast 60 Jahren Menschen in schwierigen Lebenssituationen in über 100 Ländern dieser Erde. Dabei wird den Menschen so geholfen, dass sie ein selbstständiges Leben in Würde führen können.

In diesem Jahr liegt das Hauptaugenmerk auf Projekten, die Menschen bei der Versorgung mit Wasser unterstützen. Zum Beispiel in Burkina Faso: Wasser ist im westafrikanischen Burkina Faso ein kostbares Gut. Es mangelt an sauberem Trinkwasser und Wasser für Felder und Gärten. ARFA, eine Organisation in Burkina Faso, ist ein Partner von Brot für die Welt. Sie hat das Leben für 1500 Kleinbauernfamilien im Osten des Landes enorm verbessert. Dank

des Baus von Brunnen und Regenwassertanks. Die Familien können nun ganzjährig ihre Felder bewirtschaften. Damit sichern sie ihre Ernährung. Diese gute Arbeit von ARFA

soll auch auf andere Regionen ausgedehnt werden, so dass noch mehr Menschen bei der Sicherung ihres Lebensunterhalts geholfen werd

Mit sieben weihnachtlichen Wünschen grüßen wir alle Mitchristen:

Wie der Stern über dem Stall von Bethlehem stehenblieb,

so möge Gott sein Licht auch über deinem Leben leuchten lassen, in frohen und traurigen Zeiten

Wie die Engel den Frieden auf Erden verkündeten, so möge Gottes Frieden auch dein Haus und Herz erfassen und von dort aus weiterziehen in eine oftmals friedlose Welt.

Wie die Tür im Stall von Bethlehem allen offenstand, so möge auch Christus dir die Tür zum Leben sein. Möge deine offene Tür auch jene erfassen, die Mauern ziehen wollen und Türen verschließen.

Wie Ochs und Esel die Krippe ihres Herrn kannten, so mögest auch du erkennen, dass Gott es gut mit dir meint und du in aller Zeit spürst, von guten Mächten wunderbar geborgen zu sein.

Wie Maria alle Worte in ihren Herzen bewegte, so mögest auch du dich von Gottes Wort bewegen lassen und dabei den Mut zu finden, populistischen Halbwahrheiten und Lügen entgegenzuwirken.

Wie Josef für Maria und das Kind sorgte, so mögest auch du dich der Menschen annehmen, die Gott dir anvertraut hat und darauf vertrauen, dass wenn Du einen Menschen brauchst, schon gar mancher zu einem Engel geworden ist.

Wie das Kind von Maria und Josef zugleich Gottes Kind war,

so mögest auch du immer Gottes Kind sein – und bleiben.

 

 


 

Kontakt

Evangelisches Pfarramt Villingen und Nonnenroth
Pfarrer Hartmut Lemp
Hirzbacher Weg 8
35410 Hungen-Villingen
fon: 06402-7109
mobil: 0170-1203772
fax: 03212-7109677
mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Gemeindebüro der ev. Kirche
Villingen und Nonnenroth:

Am Bornweg 9
35410 Hungen-Villingen
fon: 06402-7863
mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Ortsvorsteher Villingen:
Manfred Paul
Härberpfad 2
35410 Hungen-Villingen
fon: 06402 9320
mobil: 01729809438
fax: 06402 508855
mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Ortsvorsteher Nonnenroth:
Werner Leipold
Die Fünf Morgen 4
35410 Hungen-Nonnenroth
fon: 06402 2455
mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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